Hallo,
ich habe in meiner Selbstbauorgel 2x Fatar "Waterfall"-Tastaturen verbaut.
Habe noch nie auf einer echten B3 gespielt, lese aber, daß es Leute gibt, die diese Tastaturen modifizieren, weil sie angeblich
- etwas schwergängiger sind als das Original;
- etws später (vom Weg her) ansprechen.
Kann das jemand bestätigen ? Hat schon mal jemand hier versucht, so eine Modifikation zu machen, und wie wichtig könnte das am Ende wirklich für das "gute Spielgefühl" sein (ich denke da insbesondere an Glissandos, die in Videos oft so schnell und leicht aussehen, bei denen ich mir aber eher die Hände oder die Tasten (ab)breche ....
Das hat ja jetzt eher nicht dirket mit dem Thema "HX3" zu tun, falls ich das besser irgendwo anders fragen soll, wäre ich auch für einen Hinweis dankbar.
Matthias
Tastatur / 'Luxusüberlegungen' ...
Moderator: happyfreddy
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mhuck
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happyfreddy
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Re: Tastatur / 'Luxusüberlegungen' ...
Eine echte Hammond Tastatur hat Kontaktfedern die von selbst in die Ruhelage gehen.
Die eigentliche Taste bedient nur die Stößelstange die ihrerseits die Kontakte betätigt.
Jede Taste hat auch eine eigenes Rückstellplättchen was am Rahmen verdrehsicher verschraubt ist.
Fatar Waterfall Tastaturen ( oder auch andere ) haben Rubberkontakte die sich auch selbst zurückstellen und die Taste selber wird
durch eine Feder in die Ruhelage zurückgeholt.
Somit ist rein technisch der Aufbau nahezu identisch zwischen FATAR und Hammond.
Ausschlaggebend für eine Kraft eine Taste zu betätigen somit in erster Linie die physikalischen Eigenschaften der Rückstellfeder bzw des Federplättchens
Hinzu kommt jedoch die Tatsache, daß die Fatar Tastaturen vorn ein Gewicht im Inneren haben was ein Pianoähnliches Verhalten bewirken soll.
Haben die Tastaturen ein solches Gewicht vorn muß dementsprechend auch bei der Rückstellfeder eine höhere Zugkraft gegeben sein, um die Taste in der Ruhelage zu halten bzw wieder in diese nach Betätigung zurückzuführen.
Hätten die Fatar Tastaturen keine Gewichte, könnten auch Zugfedern mit weniger Zugkraft verwendet werden. In Folge würden sich die Tasten somit auch wesentlich leichter spielen lassen.
Wer solches unbedingt will muß sich allerdings von der Waterfalloptik verabschieden und die reinen Keyboard Varianten dieses Tastaturtyps verwenden.
Aus rein medizinischer Sicht sind jedoch Tastaturen mit härteren Federn für die Fingergelenke vorteilhafter, weil ein Gegendruckpunkt
vorhanden, nicht zuletzt kräftigt eine härtere Tastatur auch die Muskulatur was letztlich auf ein präziseres Spiel hinausläuft.
Deswegen gibt es auch die Empfehlung auf einem Klavier üben und auf einer Keyboardtastatur brillieren.
Immerhn haben die FATAR Tastaturen auch eine Dynamik was die Hammond halt nicht hat, somit im Grunde schon garnicht direkt vergleichbar.
Das Problem was viele haben ist einfach jenes, daß jahrelang nur auf leichtgängigen Keyboard Tastaturen gespielt wurde und einem die Fatartastatur mehr als schwergängig vorkommt.
Zwei Wochen täglich auf der Fatar Waterfall gespielt mindert dies und obendrein werden die Federn etwas gängiger.
Man könnte auch rein mechanisch etwas nachhelfen und die Federn durch andere ersetzen die die Tasten dann noch in Ruhelage halten, bzw die Federn etwas dehnen. Hierbei jedoch Vorsicht geboten, da es Ersatzfedern einzeln nicht gibt.
Die eigentliche Taste bedient nur die Stößelstange die ihrerseits die Kontakte betätigt.
Jede Taste hat auch eine eigenes Rückstellplättchen was am Rahmen verdrehsicher verschraubt ist.
Fatar Waterfall Tastaturen ( oder auch andere ) haben Rubberkontakte die sich auch selbst zurückstellen und die Taste selber wird
durch eine Feder in die Ruhelage zurückgeholt.
Somit ist rein technisch der Aufbau nahezu identisch zwischen FATAR und Hammond.
Ausschlaggebend für eine Kraft eine Taste zu betätigen somit in erster Linie die physikalischen Eigenschaften der Rückstellfeder bzw des Federplättchens
Hinzu kommt jedoch die Tatsache, daß die Fatar Tastaturen vorn ein Gewicht im Inneren haben was ein Pianoähnliches Verhalten bewirken soll.
Haben die Tastaturen ein solches Gewicht vorn muß dementsprechend auch bei der Rückstellfeder eine höhere Zugkraft gegeben sein, um die Taste in der Ruhelage zu halten bzw wieder in diese nach Betätigung zurückzuführen.
Hätten die Fatar Tastaturen keine Gewichte, könnten auch Zugfedern mit weniger Zugkraft verwendet werden. In Folge würden sich die Tasten somit auch wesentlich leichter spielen lassen.
Wer solches unbedingt will muß sich allerdings von der Waterfalloptik verabschieden und die reinen Keyboard Varianten dieses Tastaturtyps verwenden.
Aus rein medizinischer Sicht sind jedoch Tastaturen mit härteren Federn für die Fingergelenke vorteilhafter, weil ein Gegendruckpunkt
vorhanden, nicht zuletzt kräftigt eine härtere Tastatur auch die Muskulatur was letztlich auf ein präziseres Spiel hinausläuft.
Deswegen gibt es auch die Empfehlung auf einem Klavier üben und auf einer Keyboardtastatur brillieren.
Immerhn haben die FATAR Tastaturen auch eine Dynamik was die Hammond halt nicht hat, somit im Grunde schon garnicht direkt vergleichbar.
Das Problem was viele haben ist einfach jenes, daß jahrelang nur auf leichtgängigen Keyboard Tastaturen gespielt wurde und einem die Fatartastatur mehr als schwergängig vorkommt.
Zwei Wochen täglich auf der Fatar Waterfall gespielt mindert dies und obendrein werden die Federn etwas gängiger.
Man könnte auch rein mechanisch etwas nachhelfen und die Federn durch andere ersetzen die die Tasten dann noch in Ruhelage halten, bzw die Federn etwas dehnen. Hierbei jedoch Vorsicht geboten, da es Ersatzfedern einzeln nicht gibt.
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